Korfu

Korfu

 

 

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Korfu - Kerkyra

 
Korfu, von den Griechen Kerkyra genannt, ist die nördlichste der ionischen Inseln und nur durch eine schmale Meeresenge vom Festland getrennt. Im Norden der Insel erhebt sich steil und schroff der 906 Meter hohe Pantokrator, nach Süden erstreckt sich Hügelland, das an der Westküste von höheren Bergen begrenzt wird. Olivenbäume bedecken den Großteil der Landschaft und geben damit der Insel ihr grünes Gesicht. In der zerklüfteten Berg- und Küstenlandschaft wachsen aromatisch duftende Kräuter, aber auch nahezu undurchdringliche Macchia.
 
Langgezogene Kies- und Sandstrände und kleine felsige Buchten finden sich rund um Korfu.
 
Kerkyra, die Inselhauptstadt, gilt als eine der schönsten Städte Griechenlands. Die Altstadt ist durch die lange venezianische Herrschaft geprägt.
 
Korfu hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Funde von Werkzeugen aus der Altsteinzeit belegen eine frühe Besiedlung. In der Antike noch ein selbstständiger Stadtstaat wird die Insel 229 v. Chr. von den Römern erobert. Später gehört sie zum Byzantinischen Reich. Im Mittelalter übernehmen die Venezianer die Macht. 1797 besetzen französische Truppen die Insel, ab 1815 gewähren die Briten den ionischen Inseln eine eingeschränkte Selbstverwaltung. Erst 1864 schließen sich die Inseln dem griechischen Staat an.
 
Heute leben die Einwohner der Insel hauptsächlich vom Tourismus. Badeurlauber, Wanderer, Radler und Gäste von Kreuzfahrtschiffen sorgen für Trubel in den Sommermonaten. Im Winter, der Regenzeit, kehrt Ruhe ein und die Arbeit in den Olivenhainen beginnt.

 

Text: Edda Kühne